Ohrakupunktur
Die Ohrakupunktur ist anders als häufig angenommen keine junge Therapieform im Vergleich zur Körperakupunktur.
Bereits im "Huang Di Nei Jing", dem ca. 2100 Jahre alten Buch der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM), wird die Bedeutung der Ohrmuschel für den ganzen Körper erwähnt. Die Perser, Ägypter und Griechen setzten die Ohrakupunktur vor 2000 Jahren medizinisch ein. Bekannt ist, dass bereits im 17. Jahrhundert in Europa gute Kenntnisse über die reflektorischen Beziehungen der Ohrmuschel bestanden.
Die Französich-westliche Ohrakupunktur wurde von dem Arzt Paul Nogier entwickelt.
Die Chinesische Schule entstand wohl erst durch Anregung der Entdeckungen Nogiers. Sie lösten in China eine Rückbesinnung auf eigene, Jahrhunderte alte Traditionen aus. Die neueren chinesischen Forschungsarbeiten ergänzten die Arbeiten Nogiers, führten aber auch zu einigen widersprechenden Aussagen.
Beide Formen, die sog. Chinesische Ohrakupunktur und die Aurikulotherapie von Nogier weisen viele Gemeinsamkeiten auf.
Die Bestrebungen in jüngster Zeit gehen sinnvollerweise dahin, gesicherte Erkenntnisse beider Richtungen zum Wohle der Patienten zu nutzen.
Die Reizmethoden in der Ohrakupunktur sind folgende:
- Nadelung
- Elektrostimulation
- Punkt- und Arealinjektion ( mit Lidocain oder Procain)
- Ohrmuschelmassage
- Mikroaderlaß
- Dauerreizmethoden
Meine persönlichen Indikationen für die Ohrakupunktur sind:
Entwöhnungstherapie von Alkohol, Psychopharmaka, Nikotin und Eßproblemen
- Pollenallergien
- Schmerzzuständen
- Asthma bronchiale
- Schlafstörungen
- Verdauungsbeschwerden
- Beschwerden vor und während des Klimakteriums
- Ischiasneuralgie
- Schwindelzustände