VITAMIN C
Wozu ist es gut?
Vitamin C ist als Motor des gesamten Zellstoffwechsels anzusehen.
Es ist unentbehrlich für die Bildung von Bindegewebe und Knochen. Es beschleunigt den Heilungsprozess von Wunden und Knochenbrüchen.
Bekannt ist, dass Vitamin C die Abwehrkräfte stärkt.
Außerdem fängt Vitamin C die freien Radikale ab. Dies sind aggressive Substanzen u.a. des körpereigenen Stoffwechsels.
Besondere gesundheitliche Situationen wie z.B. bei akuten oder chronischen Entzündungen, erhöhter Strahlenbelastung etc. produzieren vermehrt freie Radikale, so dass die körpereigenen Schutzsysteme nicht ausreichen.
Die freien Radikale schädigen u.a. Zellwände, das Erbgut und wichtige Eiweiße in den Zellen, die den Zellstoffwechsel regeln sollen.
Folgeschäden können Rheuma, Arteriosklerose oder auch Tumorerkrankungen sein.
Außerdem ist Vitamin C regulierend in unserem Fettstoffwechsel und an Prozessen des Nerven- und Hormonsystems beteiligt.
Besonders hohe Konzentrationen von Vitamin C sind in der Hypophyse und den Nebennieren, die unsere wichtigsten Hormonorgane sind, anzutreffen.
Was ist nun ein Vitamin C-Mangel?
Bekannt ist, dass Vitamin C nicht im Körper gespeichert werden kann, da es wasserlöslich ist.
Ein Mangel entsteht nun durch eine unzureichende Zufuhr, was eher selten ist.
Bei Erkrankungen, die den Magen-Darm-Trakt betreffen oder bei bestimmten Stoffwechselstörungen im Falle von Lebererkrankung, Tumoren, akuten Infekten, entzündlich-rheumatischen Erkrankungen, Allergien und Diabetes kommt dies aber sehr häufig vor.
Auch die orale Einnahme des Vitamins ist beschränkt, da unser Darm nur eine bestimmte Anzahl sog. „Transportmoleküle“ zur Verfügung stellt. Mengen von mehr als 1 g einmalig werden nur noch zu 60-75 % aufgenommen, bei 3 g sind es nur noch ca. 40 %.
Ein erhöhter Bedarf an Vitamin C besteht in besonderen Situationen wie Schwangerschaft, Stillzeit, bei Alkoholismus, in ständigen Stresssituationen, bei Rauchern und bei der Einnahme vieler Medikamente wie z.B. die Pille, Aspirin, Antibiotika, Kortison etc.
Spürt man einen Vitamin C-Mangel?
Zunächst einmal sind die Beschwerden eher unauffällig. Es können Symptome wie Müdigkeit,
Leistungsschwäche, Appetitlosigkeit, schlechte Wundheilung, Abwehrschwäche entstehen. Diese sind nur schwer nur einem Vitamin-C-Mangel zuzuschreiben.
Ein latenter Vitamin C-Mangel kann langfristig jedoch zu schwerwiegenden Spätfolgen führen.
Hierzu gehören Gefäßerkrankungen, Arthrits, Knochenbrüchigkeit, vorzeitiges Altern.
Schwerwiegende Mangel-Krankheit ist der bekannte Skorbut, der sich immer schleichend entwickelt.
Dazu gehören Blutungen in der Muskulatur, Gelenkschmerzen, Entzündungen des Zahnfleisches bis hin zu Zahnausfall.
Welche Situationen erfordern eine erhöhte Vitamin C-Zufuhr?
Erkältungen und Infekte
Vitamin C beeinflusst die Dauer und den Verlauf einer Erkältung.
Der körpereigene Vitamin C-Spiegel ist dabei schnell aufgebraucht. Es wurden bei Beginn einer Infektion teilweise Vitamin C-Spiegel in den weißen Blutkörperchen gefunden wie sie bei Skorbut beobachtet wurden.
Deshalb sollte bei den ersten Anzeichen eine erhöhte Dosis Vitamin C zur Anregung des Immunsystems über 6 – 10 Tage aufgenommen werden.
Rheumatische und arthritische Erkrankungen
Rheuma verursacht viele schädliche Radikale, die bekämpft werden müssen.
Menschen mit Rheuma haben daher oft einen Vitamin C-Mangel.
In einigen Fallstudien und in tierexperimentellen Untersuchungen konnte gezeigt werden, dass Vitamin C zu einer Verminderung von Entzündungen und damit zu einer Reduktion der Schmerzen und Schwellungen führt.
Allergien und Asthma
Bei Allergien reagiert das Immunsystem auf harmlose Fremdstoffe und bildet Antikörper. Diese veranlassen die Freisetzung sog. Histamine, die dann im Übermaß zu den bekannte Symptomen allergischer Reaktionen führen.
In Untersuchungen an asthmakranken Kindern wurde gezeigt, dass ihr Vitamin C-Spiegel erheblich erniedrigt war.
Vitamin C kann den Histaminspiegel senken.
Tumorerkrankungen
Vitamin C schützt (besonders im Verdauungssystem) vor einer Tumorerkrankung.
Die Nitrosamine sind hochgiftige, krebserregende Substanzen, die sich im Körper oder in Nahrungsmitteln bilden, was eine hohe Vitamin C-Konzentration verhindern kann.
Auch parallel zu einer konventionellen, schulmedizinischen Tumorbehandlung mit Strahlen – und/oder Chemotherapie (in den Therapiepausen oder direkt danach) sollte eine Vitamin C-Hochdosistherapie durchgeführt werden.
Der Wiederaufbau des Abwehrsystems erfordert die stimulierenden und schützenden Eigenschaften von Vitamin C.
Arteriosklerose und Herzinfarkt
Vitamin C ist an der Umwandlung von Cholesterin zu Gallensäure beteiligt, womit es dann ausgeschieden werden kann. Viele Untersuchungen haben einen regulierenden Effekt auf den Fettstoffwechsel insgesamt festgestellt. Bekannt ist, dass hohe Konzentrationen von Gesamtcholesterin und dem LDL-Cholesterin Risikofaktoren für die Arteriosklerose, also auch den Herzinfarkt sind.
Auch die sog. Freien Radikale werden für die Entstehung von Arteriosklerose verantwortlich gemacht.
In diesem Zusammenhang ist Vitamin C als Radikalfänger dienlich.
Wundheilung und Verbrennungen
Vitamin C ist für die Bildung von Bindegewebe, Haut, Knorpel, Knochen etc. notwendig.
Bestandteil aller Gewebearten ist das Kollagen. Es macht etwa 30 % des gesamten Körper-Eiweißverbindungen aus.
Störungen wie eine verzögerte Wundheilung, schnelle Blutergüsse, Zahnfleischentzündungen.